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Baby Kleid nähen: Projektergebnis Nr.1 (Lernerfahrung)

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Ja, mein erstes Babykleid aus dem Projekt#20 ist fertig und mein geliebtes Model Emma hat es geduldig bei dem Fotoshooting präsentiert. Allerdings verbuche ich dieses Kleid trotz sorgfältig und mit viel Liebe ausgesuchter Stoffe unter „Lernerfahrung“. Wollen Sie wissen warum?

5 Fehler bei meinem ersten Babykleid, die Sie hoffentlich niemals machen:

  1. Schnittmuster – hübsch und unpraktisch: Ein süßer Schnitt aus einem neuen Burda-Heft (siehe hier), dachte ich mir. Klasse, dass es in den Größen 62-86 gibt, da bin ich mit meiner Größe 68 genau richtig.  Und ja, Knöpfe auf dem Rücken lassen sich prima durch Kam Snaps ersetzen, was die Bequemlichkeit des An- und Ausziehens deutlich erhöht.  Spätestens in diesem Augenblick hätten bei mir die Alarmglocken läuten sollen: Hallo, Dein Baby liegt noch recht viel auf dem Rücken – was soll es mit den Knöpfen hinten??? Leider haben dieses Mal meine Alarmglocken versagt und ich habe schlussendlich ein „Fotoshooting-Kleid“ im Schrank hängen. Unabhängig davon finde ich das Schnittmuster weiterhin sehr hübsch und werde diesen Schnitt sicherlich nochmals in einer anderen Größe nähen. In der Größe, die die Kleine hat, wenn sie selbständig laufen kann.
  2. Eine Modelländerung – hätte ich es bloss bereits beim Stoffzuschneiden bedacht! Ein Teil vom Kleid besteht aus dem Stoff mit den süßen Katzenköpfen.  Und einen halben Katzenkopf finde ich persönlich nur halb so ansprechend wie einen ganzen. Stolz, dass ich mir rechtzeitig darüber Gedanken gemacht habe, habe ich entsprechend Stoff zugeschnitten. Wäre da bloss nicht die Idee mit einem roten Stoffstreifen zwischen den beiden Kleiderteilen, die erst später kam (zum gleichen Zeitpunkt, an dem auch bereits zugeschnittene und genähten Taschen aus dem Konzept verschwunden sind). Das Ergebnis kann man sehen. Richtig, halbe Katzenköpfe.
  3. Aus 2 Zentimeter können schnell 1,7 werden. Und das an vielen Stellen, selbst bei so einem „Mini-Kleid“. Erstaunlich, aber wahr. Dumm, wenn man dabei mit „Color-Blocking“ arbeitet – die besagten 0,3 Millimeter fallen tatsächlich sofort ins Auge. Bei dem nächsten Kleid wird ein Lineal mein bester Freund werden und auch „das Verfahren eines manuellen Zusammenheftens“ werde ich reaktivieren.
  4. Links auf links, rechts auf rechts. Ganz sicher? Nochmals prüfen! Ja, es ist ein typischer Anfängerfehler. Und dieser passiert mir nicht mehr. Dachte ich. Bei den „Mini-Teilen“ der Babykleidung darf man jedoch nicht unterschätzen, dass eine „verkehrte“ Seite je nach Stoff nicht zwangsläufig ins Auge springt. Zu meiner Schande habe ich erst beim fertigen Kleid mit Entsetzten festgestellt, dass ich einen der „Mini-Ärmel“ verkehrt eingenäht habe. Nahttrennen wird niemals eine meiner Lieblingsbeschäftigungen werden. Seufz.
  5. Der Fluch einer ungleichmäßiger Kräuselung: Es gibt einige Tutorials darüber, wie man eine gleichmäßige Kräuselung zaubern kann, wie z.B. hier. Diese haben in meinen Augen eins gemeinsam – man sollte Geduld und Zeit investieren – und damit habe ich immer wieder meine Schwierigkeiten. Daher werde ich nun zu einer anderen Lösung greifen und für meine Bernina diesen sündhaft teueren ergänzenden Nähfüß für eine gleichmäßige Raffung und Kräuselung zulegen. Selbstverständlich habe ich dafür ein „Business Case“ in meinem Kopf ausgerechnet. Nach meiner Berechnung sollte ich als Mutter eines Mädchen recht schnell im rentablen Bereich landen. Zumindest was meine Nerven angeht…

2016_04_baby_kleid_variante_1_rückseiteZu meiner Unizeit hat einer der geschätzten Professoren immer wieder verkündet: „Lernen ist permanentes Wiederholen“. Obwohl ich ihm nach wie vor glaube, hoffe ich sehr, dass der Lernerfolg bei mir persönlich bereits mit diesem einen Kleid eintreten wird…

P.S. Der Süße Katzenstoff ist von Robert Kaufman, „Oui Oui Paris“ Kollektion (Le Chat Silver) – bereits von ein paar Monaten in USA bestellt und gehortet…

P.S.S. Meine Lernerfahrungen schicke ich zu Creadienstag und Kiddikram.

Herzlichst,
Nina

4 Kommentare

  1. Physiotherapeuten sagen doch immer, dass Babys viel auf dem Bauch liegen sollen. Dann stören auch die Knöpfe am Rücken nicht.
    Nein, jetzt mal im Ernst: Das Kleid ist sehr niedlich aber wirklich unpraktisch. Wer sowas entwirft hat ganz klar einen Sinn für Ästhetik, aber keine eigenen Kinder.
    Gruß Frau Käferin

  2. Liebe Nina,

    also eins vorweg: das Kleid sieht zauberhaft aus! Ganz und gar! Und ich kann soooo gut nachvollziehen wie sehr solche Fehler einen ärgern. Vor allem bei links auf links/rechts auf rechts ich habe immer gedacht, das gibt es einfach nicht, wie kann es angehen, das habe ich doch 10x geprüft… Und es war trotzdem falsch. Am liebsten würde ich immer alles anzünden eher ich die Naht auseinanderfummele… Aber wie gesagt: es hat sich so was von gelohnt!

    Liebe Grüße
    Daniela

  3. Das Kleid finde ich richtig toll!:) Schade, dass einige Fehler passier sind – aber keiner davon wäre mir aufgefallen! Einzig die Knöpfe hinten sind ja wirklich blöd, wenn die Kleinen doch nur auf dem Rücken liegen. Ich schaue mir gleich mal dein Projekt#20 an!
    Viele Grüße,
    Kathrin

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